Wenn die Säulen Trauer tragen*

30 Jahre Gedenken an den Genozid an den Tutsi in Ruanda

Ein Gedenkprojekt von Bele Marx & Gilles Mussard (Künstlerisches Konzept, Idee und Projektorganisation) auf Initiative und in Kooperation mit Ancilla Umubyeyi

Vor dem Hintergrund

der Frage des Gedenkens im öffentlichen Raum (des Für und Wider eines permanenten Denkmals in der Gedenkkultur), werden die Säulen der Erinnerung kritische Aspekte sichtbar machen, dokumentieren und benennen und so einen Prozess der Auseinandersetzung initiieren und zur Diskussion anregen.

Dieses Projekt ist der Auftakt zu einem künstlerisch-wissenschaftlichen Erinnerungsprojekt, das in Kooperation mit Wissenschafterinnen und Forscherinnen erarbeitet werden soll und dessen Ziel es ist, in den nächsten fünf Jahren möglichst alle Namen der Opfer zu erfassen und die Namenssäule zu vervollständigen. Darüber hinaus sollen die drei Litfaßsäulen mit ihren thematischen Schwerpunkten als Artefakte im virtuellen Raum künstlerisch umgesetzt werden. Das Erinnerungswerk soll zum 35. Jahrestag des Völkermordes an den Tutsi im Jahr 2029 fertiggestellt sein und während der Projektentwicklung im Bunker 16, in der Brunnenpassage und im virtuellen Raum präsent sein.

DATEN

ERÖFFNUNG
Sonntag, 7.4.2024 um 16 Uhr
Säulen der Erinnerung, Yppenplatz, 1160 Wien
Anschließend Zusammenkommen in der Brunnenpassage

Projektlaufzeit von 7.4.–4.7.2024

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Veranstaltungen in Kooperation mit der Brunnenpassage begleiten die Bespielung der Säulen:

Der unterbrochene Traum und das Trauma
PODIUMSGESPRÄCH
Esther Mujawayo-Keinereine ruandisch-deutsche Soziologin, Traumatherapeutin sowie Autorin und Ancilla Umubyeyi im Gespräch mit Doron Rabinovici
Sonntag, 28. April 2024 um 16 Uhr
Treffpunkt bei den Säulen der Erinnerung, Yppenplatz, 1160 Wien.
Das Gespräch findet anschließend in der Brunnenpassage statt und wird hauptsächlich in englischer Sprache geführt.

Resilienz und Wiederaufbau
LESUNG
erstmals aus dem nun auf deutsch erschienenen Buch Akzeptiere Einfach Nicht, Zu Sterben von Dimitrie Sissi Mukanyiligira
Samstag, 25. Mai 2024 um 17.30 Uhr
Treffpunkt bei den Säulen der Erinnerung, Yppenplatz, 1160 Wien.
Die Lesung findet anschließend in der Brunnenpassage statt und wird in englischer Sprache geführt.

Das Leben geht weiter–wir feiern das Leben
KONZERT
Großes Finale mit Vusa Mkhaya
Freitag, 28. Juni 2024 um 17.30 Uhr
Bele Marx & Gilles Mussard und Ancilla Umubyeyi laden zusammen mit Rwanda Diaspora in Österreich zur SCHLUSSVERANSTALTUNG im Rahmen dieses Projekts.
Treffpunkt bei den Säulen der Erinnerung, Yppenplatz, 1160 Wien.
Das Konzert findet anschließend in der Brunnenpassage statt und wird von Salon WOLLzeile in Kooperation mit der Brunnenpassage produziert.

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PRÄSENTATION des Projekts am
Mittwoch, 8. Mai 2024 um 15 und 17 Uhr
Säulen der Erinnerung, Yppenplatz, 1160 Wien
im Rahmen von Erinnern in Zukunft StraßenKunstFest Preview – Open Air am Yppenplatz

Genau ein Monat vor dem StraßenKunstFest am Yppenplatz (8.6.), findet heuer schon ein Preview statt! Anlass ist der 8. Mai, der Gedenktag, an dem das offizielle Ende des zweiten Weltkrieges in Europa gefeiert wird. In diesem Kontext steht an diesem Tag auch der Bunker unter dem Yppenplatz im Fokus mit der Auseinandersetzung zu Fragen des pluralen Erinnerns in Zukunft.

Ancilla Umubyeyi
stammt aus Ruanda und lebt seit 1991 in Österreich, ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Sie ist eine Überlebende des Genozids in Ruanda. Im Jahr 1994 wurden binnen 100 Tagen etwa 1 Mio. Tutsi ermordet. Darunter auch ein Teil ihrer Familie. Als Überlebende fühlt sie sich verantwortlich, über die damaligen Geschehnisse in Ruanda zu informieren und zu mahnen, da sich solche Ereignisse überall und zu jeder Zeit wiederholen können–wie wir es derzeit erleben. Ebenso will sie den Opfern des Genozids die Würde zurückgeben, die ihnen damals entrissen wurde. “Mein größter Wunsch ist es, dass dieser Völkermord und seine Opfer nicht in Vergessenheit geraten und die Menschen aus den Fehlern der Vergangenheit lernen.” Ancilla Umubyeyi ist Beraterin und Komiteemitglied von Rwanda Diaspora in Österreich.

Bele Marx & Gilles Mussard,
Künstlerpaar, Erfinderteam, metteurs en scène,
arbeiten seit 1996 als Künstlerpaar gemeinsam an Projekten und sind seit 1998 verheiratet.
Weiterführende Informationen unter www.belegilles.com

Animation

Umsetzung

Analoge Welt

Die drei Säulen der Erinnerung am Yppenplatz sind schlicht in schwarzer, lichtabsorbierender Farbe gehalten. Über QR-Codes können weitere Informationen abgerufen werden. 

Virtuelle Welt/Artefakt

Das Zentrum des Kunstwerks bildet eine große virtuelle Säule, die Namenssäule, die in der digitalen Welt sichtbar ist. Sie zeigt die Namen der Opfer, die uns von Rwanda Diaspora in Österreich genannt wurden. Die Namen werden auch vorgelesen und können über Kopfhörer gehört werden. Dieses Artefakt wurde in Kooperation mit SystemKollektiv und 3D Künstler Peter Várnai umgesetzt und ist auf der Platform Artificial Museum (artificialmuseum.com) ersichtlich. 

Das Artefakt ist ab 7.4.2024 vor Ort über einen QR Code abrufbar, daher werden ein Smartphone mit Zugang zu mobilen Daten und Kopfhörer benötigt. Diese müssen eigenständig mitgebracht werden.  >>> hier geht’s zur Anleitung

Hinweis für Apple-userinnen: IOS unterstützt derzeit keine augmented reality, um das Artefakt auf Apple-Geräten sehen und hören zu können, bitten wir im Vorfeld den XR-browser downzuloaden oder die Apple-ID mitzunehmen und die app mit dem Team vor Ort zu installieren.

Einladung zur Gedenkveranstaltung zum 30. Jahrestag des Genozids an den Tutsi in Ruanda, organisiert von der Rwanda Diaspora in Österreich in Kooperation mit der Botschaft der Republik Rwanda

Fernsehbeitrag: ORF II Beitrag Heimat Fremde Heimat
Kann man einen Völkermord, die grausame Tötung von einer Million Menschen, vergeben? In Ruanda ist genau das passiert. 1994 ereignete sich dort eine der größten Gräueltaten der Menschheit: der Genozid an den Tutsi. Nachbarn wurden über Nacht zu Mördern. Das Land setzte nach dem Massaker aber auf Versöhnung. Auch die ruandische Community in Österreich gedenkt in diesen Tagen der Opfer des Genozids.

Radio Beitrag: Globale Dialoge von den Women on Air auf Radio Orange
Die Sendung wurde von Ulrike Bey gestaltet und es kommen Ancilla Umubyeyi und Dimitrie Sissi zu Wort. Den Hauptteil der Sendung bildet die Lesung aus dem Buch Do Not Accept to Die von Dimitrie Sissi Mukanyiligira. Am 25. Mai war die Autorin und Überlebende des Genozids im Rahmen unseres Projekts Wenn die Säulen Trauer tragen in Wien, um aus ihrem Buch, das nun mit dem Titel Akzeptiere Einfach Nicht, Zu Sterben auf deutsch erschienen ist und zum ersten mal präsentiert wurde, zu lesen. In ihrem Buch beschreibt sie, wie sie die Zeit des Völkermords gegen die Tutsi er- und überlebt hat. Erzählt wird auch, was ihr später die Kraft zum Weiterleben und Neunanfang gegeben hat, von Hoffnung und Resilienz.

Modell, Detail

Modell, Detail

Modell

Impressum

Künstlerisches Konzept, Idee und Projektorganisation
BELE MARX & GILLES MUSSARD

Initiative, Beauftragung und Mitorganisation
ANCILLA UMUBYEYI

DATEN

ERÖFFNUNG
Sonntag, 7. April 2024 um 16 Uhr
1160 Wien, Yppenplatz
Säulen der Erinnerung
Anschließend Zusammenkommen in der Brunnenpassage

PODIUMSGESPRÄCH
Esther Mujawayo-Keinereine ruandisch-deutsche Soziologin, Traumatherapeutin sowie Autorin und Ancilla Umubyeyi im Gespräch mit Doron Rabinovici
Sonntag, 28. April 2024 um 16 Uhr
Treffpunkt bei den Säulen der Erinnerung, Yppenplatz, 1160 Wien.
Das Gespräch findet anschließend in der Brunnenpassage statt und wird hauptsächlich in englischer Sprache geführt.

PROJEKTPÄSENTATION
Mittwoch, 8. Mai 2024 um 15 und 17 Uhr
Säulen der Erinnerung, Yppenplatz, 1160 Wien.
im Rahmen von Erinnern in Zukunft StraßenKunstFest Preview – Open Air am Yppenplatz

LESUNG
erstmals aus dem nun auf deutsch erschienenen Buch Akzeptiere Einfach Nicht, Zu Sterben von Dimitrie Sissi Mukanyiligira
Samstag, 25. Mai 2024 um 17.30 Uhr
Treffpunkt bei den Säulen der Erinnerung, Yppenplatz, 1160 Wien.
Die Lesung findet anschließend in der Brunnenpassage statt und wird in englischer Sprache geführt.

KONZERT
Großes Finale mit Vusa Mkhaya
Freitag, 28. Juni 2024 um 17.30 Uhr
Bele Marx & Gilles Mussard und Ancilla Umubyeyi laden zusammen mit Rwanda Diaspora in Österreich zur SCHLUSSVERANSTALTUNG im Rahmen dieses Projekts.
Treffpunkt bei den Säulen der Erinnerung, Yppenplatz, 1160 Wien.
Das Konzert findet anschließend in der Brunnenpassage statt und wird von Salon WOLLzeile in Kooperation mit der Brunnenpassage produziert.

Eintritt frei

Analoges Denkmal
Umsetzung mit Musou Black

Artefakt/Virtuelles Denkmal
Umsetzung mit dem Artificial Museum (ARM), einer Initiative der Künstlerin Litto/Daniela Weiss und programmiert von Jascha Ehrenreich. ARM nutzt den öffentlichen Raum als Träger für Kunst mittels einer web-basierten augmented-reality Applikation. Das Artefakt wurde in Kooperation mit SystemKollektiv und 3D Künstler Peter Várnai realisiert und ist auf der Platform des Artificial Museum (artificialmuseum.com) ersichtlich. 

Das Artefakt ist ab 7.4.2024 mit Ton über einen QR Code abrufbar, daher werden ein Smartphone mit Zugang zu mobilen Daten und Kopfhörer benötigt. Diese müssen eigenständig mitgebracht werden. >>> hier geht’s zur Anleitung

Hinweis für Apple-userinnen: IOS unterstützt derzeit keine augmented reality, um das Artefakt auf Apple-Geräten sehen und hören zu können, bitten wir im Vorfeld den XR-browser downzuloaden oder die Apple-ID mitzunehmen und die app mit dem Team vor Ort zu installieren.

Produktion
couscous & cookies, verein für elastische poesie
in Kooperation mit masc foundation, Brunnenpassage und Initiative Bunker 16

Mit freundlicher Unterstützung von Musou Black und der MA 59 

Die Schlussveranstaltung und das Konzert am 28.6. wird im Rahmen des Salon WOLLzeile gefördert von der
Stadt Wien Kultur 

Die Erweiterung zum künstlerisch-wissenschaftlichen Erinnerungsprojekt wird gefördert von
Otto Mauer Fonds und der Bezirksvertretung – Ottakring, Bezirksvorsteherin Stefanie Lamp

In Erinnerung an Walter Arlen (verstorben September 2023) und seine Familie DICHTER

Dank an Roland und Richard Schütz von der masc foundation,
Anne Wiederhold, Miki Podgorac, Srdan Ivanović, David Mathews und das Team der Brunnenpassage,
Litto / Daniela Weiss, Jascha Ehrenreich, Hidéo Snes und Peter Várnai von Artificial Museum (ARM),
Daniel Puschina von Musou Black, Cay am Yppenplatz, sowie Susanne Höhne, Dominique Fina, Susanne J. Györög, Hannah Singer, Brita Pohl, Matthias Adensamer, Doron RabinoviciEsther Mujawayo-Keiner, Dimitrie Sissi Mukanyiligira, Vusa Mkhaya, Timna Brauer, Katrin Jordan, Doris Danler, Christine Stromberger, Elvira Faltermeier, Elisabeth Blum und Elvira M. Gross

Links
Genocide Archive of Rwanda

Säulen der Erinnerung
Brunnenpassage
Initiative Bunker 16
Artificial Museum (ARM)
Musou Black

Otto Mauer Fonds

Brita Pohl
Cay am Yppenplatz

Esther Mujawayo-Keiner
Doron Rabinovici
Vusa Mkhaya

*© Roland Schütz

Kontakt
bele(at)belegilles.com

Mehr Informationen zum Genozid an den Tutsi in Ruanda >>> Genocide Archive of Rwanda

Einladung zur Gedenkveranstaltung zum 30. Jahrestag des Genozids an den Tutsi in Ruanda, organisiert von der Rwanda Diaspora in Österreich in Kooperation mit der Botschaft der Republik Rwanda

Dieses Projekt wurde realisiert dank der Kooperation von

Die Schlussveranstaltung (Konzert) am 28.6. wird im Rahmen des Salon WOLLzeile gefördert von

Die Erweiterung zum wissenschaftlich-künstlerischen Erinnerungsprojekt 2025 wird gefördert von

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